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AUFGRUND EINES HOCHEMPATHISCHEN HELFERSYNDROMES DER WENDLÄNDERIN EDNA TRAUMUND ENTSTAND DURCH JAHRELANGES, BEHUTSAMES, LANGSAMES INTEGRIEREN VON HILFEBEDÜRFTIGEM MOBILIAR SOWIE HEIMATLOSEN KÜNSTLER*INNEN EIN GNADENHOF FÜR POLSTERGARNITUREN SOWIE EIN ORT FÜR FREUND*INNEN MIT VIEL RAUM FÜR POESIE, PROSA, MUSIK UND VOR ALLEM AUCH DIE BILDENDE KUNST. DIE KÜNSTLER*INNEN ÖFFNEN MEHRMALS IM JAHR IHRE ATELIERS.
Sie hat auf diesen liebevollen Gnadenhof zwanzig Jahre lang Sofas sowie Sessel gerettet & in Sicherheit gebracht. Manche der uralten Schätze standen wimmernd am Wegesrand, andere bekam sie von alten Damen mit den Worten vermacht, bitte gut auf Polsterung & Bezugsstoffe zu achten. Einige alte Menschen wollten ihre Möbelstücke auch wieder abholen, doch es gibt sie nicht mehr, diese Menschen.
Für die Möbelstücke von Tante Erna, Oma Lilly, Hannah, Tante Hedwig & Frau Wollboldt wird weiterhin gut gesorgt.
Schwalben & Fledermäuse kreisen manchmal tief über ihnen.
Bevor sie von Lauschenden besessen werden, werden sie oftmals ordentlich gestriegelt.
In der Sofaauffangstation finden Lesungen statt, silent reading & writing sessions, Konzerte, Wendland Poetry JamSlam, das Sofaauffangstationsliteraturfestivalchen, oder einfach nur däncen, mal zu ruhigerer Musik, mal zu Punk.
Manchmal wummsen die Bässe & steppt der Bär & oft ist es auch einfach nur ... still.
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